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Im
Trauerfall
Im Trauerfall müssen an viele Dinge gedacht
werden. Deshalb ist es sicherlich wichtig, viel früher - wenigstens
ungefähr zu wissen -, was auf einen zukommen kann.
Bei Eintritt des Todes zu Hause rufen Sie bitte
umgehend einen Arzt. Ihren Hausarzt oder den Notarzt. Der Arzt wird
die Todesbescheinigung und den Leichenschein ausstellen.
Bei einem Sterbefall im Krankenhaus werden diese
Unterlagen dem zuständigen Standesamt zugestellt.
Der Sterbefall muß unter der Vorlage der Todesbescheinigung
und des Leichenschauscheines spätestens am folgenden Werktag (außer
Samstag) dem Standesamt im Sterbeort mitgeteilt werden. Zur weiteren
Vorlage benötigt man noch das Familienstammbuch oder eine Geburts-
oder Abstammungsurkunde, den Personalausweis, die Heiratsurkunde
und bei verwitweten Menschen die Sterbeurkunde des Erstverstorbenen.
Wenn Sie einen Sterbefall beim Standesamt anzeigen,
benötigen Sie einen Personalausweis oder Reisepaß.
Dann ist die Überführung zu einem Friedhof zu
veranlassen. Dies erfolgt in der Regel über ein Bestattungsinstitut.
Das Bestattungsinstitut übernimmt auch in der Regel den oben genannten
Behördengang.
Eine Grabstätte muß ausgewählt und ein Bestattungstermin
vereinbart werden. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch feststehen, ob
eine Erd- oder Feuerbestattung durchgeführt wird. Sie können dies
unmittelbar bei der Verwaltung des ausgewählten Friedhofes erledigen.
Fragen Sie auch nach, wie Sie die Grabstätte gestalten dürfen.
Bitte melden Sie den Sterbefall auch Ihrem Pfarramt,
dann können Sie die Bestattungsfestlichkeit mit dem zuständigen
Geistlichen absprechen.
Die weiteren Besorgungen wie die Auswahl des
Sarges und der Sterbewäsche, die Bestellung von Blumengebinden,
die Traueranzeigen in der Zeitung (in den Zeitungen) und der Druck
von Trauerkarten und die Erledigung aller Formalitäten können Sie
einem Bestattungsinstitut übertragen.
Im Bestattungsinstitut wählen Sie den Sarg aus
und übergeben die Sterbewäsche. Das Bestattungsinstitut wird Ihnen
einen kleinen Katalog mit Blumengebinden vorlegen, damit Sie einen
Anhaltspunkt haben bzw. das Gebinde neu zusammenstellen können.
Sie überbringen dem Bestattungsinstitut auch ein Bild des Verstorbenen,
damit die Trauerkarten gedruckt werden können.
Weiter wird Ihnen ein Katalog mit Zitaten vorgelegt,
aus dem Sie Zitate für die Anzeige und die Trauerkarten auswählen
können.
Weitere Erledigungen sind erst nach Erhalt der
Sterbeurkunde möglich. Das heißt, Rente oder Pension neu beantragen,
An- und Ummeldungen bei Banken, Versicherungen, Krankenkasse etc.
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Eine
Zitatenauswahl für Sie
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Es weht
der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines,
das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von meinem Leben,
darum wird das eine Blatt allein mir immer wieder fehlen.
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Wir gingen
zusammen im Sonnenschein,
wir gingen zusammen im Regen,
doch niemals ging einer von uns allein
durch das Tal des Lebens. |
Wir bleiben
nicht ewig unter den Sternen,
und unser Erdenleben ist nur eine ganz kleine Strecke
auf der Bahn unserer Existenz.
(Matthias Claudius) |
Meine
Zeit steht in Deinen Händen
Psalm 31,16 |
Aus Gottes
Hand empfing ich mein Leben,
unter Gottes Hand gestaltete ich mein Leben.
In Gottes Hand gebe ich mein Leben zurück.
Augustinus |
Der Tag
geht nun zur Neige, und leise kommt die Nacht.
Ich danke Dir für alles, was Du für mich gemacht.
Du hast mich stets getröstet, wenn mir was nicht geglückt,
du hast so oft aus Liebe ein Auge zugedrückt.
Jetzt geht mein Weg zu Ende, und leg`ich mich zur Ruh`,
so falte meine Hände, und dann nimm Deine Hände:
Drück beide Augen zu. |
Was Du
im Leben hast gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein.
Du hast gesorgt für Deine Lieben, von früh bis spät, tagaus,
tagein.
Du warst im Leben so bescheiden, nur Pflicht und Arbeit kanntest
Du,
mit allen warst Du stets zufrieden, nun schlafe sanft in stiller
Ruh. |
Wer im
Gedächtnis seiner Lieben lebt,
ist ja nicht tot, ist nur fern!
Tot ist nur, wer vergessen wird. |
Wenn
uns etwas fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängern,
so ist viel von uns selbst fortgenommen.
Rilke |
Ich kann
nur menschlich fühlen und
Lasse mich der Natur, die uns heftigen
Schmerz nur kurze Zeit, Trauer lang
empfinden läßt.
Goethe |
Wenn
ich Gott vergeh, so komme ich wieder hin,
wo ich von Ewigkeit vor mir gewesen bin.
Angelus Silesius |
Tod ist
Trennung,
dreifacher Tod
Trennung ohne Hoffnung
Wiederzusehen.
Goethe |
Der Schmerz
vereint wieder mit Gott.
Dante |
| Unruhig
ist unser Herz, bis es ruhet in Dir. |
Ganz
still und leise ohne ein Wort
Gingst Du von Deinen Lieben fort.
Du hast ein gutes Herz besessen,
nun ruht es still und unvergessen. |
Du lieber
Mensch, jetzt mußt Du gehen.
Wir werden Dich wohl niemals wiedersehen.
Dich die Liebe, die Du hast gegeben,
wird ewig in uns weiterleben. |
Das Sichtbare
ist vergangen:
Es bleibt die Liebe und die Erinnerung! |
Laß mich,
Herr, wenn meine Tage vollendet sind,
selbst vollendet sein.
(St.Augustinus) |
Wie sie
gelebt - hoffend, weil glaubend,
glaubend, weil liebend - so verließ sie die Welt,
aber nicht uns, die ihr in
dankbarer Treue und Liebe verbunden bleiben. |
Du hast
gesorgt, du hast geschafft,
manchmal über deine Kraft,
nun ruhe sanft, Du gutes Herz,
die Zeit wird lindern unsern Schmerz. |
Herr,
Dir in die Hände
sei Anfang und Ende - sei alles gelegt. |
Ich bin
die Auferstehung und das Leben,
wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
Joh.11.25 |
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