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Das schleichende Vergessen
- Alzheimer häufigste Form der Demenz - eine Million Betroffene

Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung einhergeht. Die Erkrankung führt zum Absterben oder einer starken Schädigung von Gehirnzellen vor allem in der Hirnrinde. Der Begriff Demenz leitet sich von dem lateinischen Wort "dementia" ab, was soviel wie Unvernunft bedeutet. Demenzerkrankungen treten meist jenseits des 65. Lebensjahres auf. In Deutschland sind bereits mehr als eine Million Menschen betroffen - mit steigender Tendenz. Von den 90-Jährigen leidet schon jeder dritte an Demenz. Die häufigste Form der Demenz ist Alzheimer. Im Endstadium führt diese Erkrankung zu völliger Pflegebedürftigkeit.

Alzheimer beginnt mit Vergesslichkeit und mangelndem Antrieb. Im weiteren Verlauf werden die gewohnten Handlungen immer schwieriger. Der Patient vergisst häufiger Worte, wird orientierungslos und kann sich nicht mehr erinnern. Einfache Handgriffe wie das Öffnen und Schließen von Knöpfen werden unmöglich. Schließlich verliert der Patient seine Selbstständigkeit und erkennt seine Angehörigen nicht mehr. Die Störungen des Denk- und Urteilsvermögens lassen ein normales Alltagslebens immer schwieriger werden. Viele Betroffene werden misstrauisch, aggressiv oder depressiv. Auslöser sind fehlgeleitete Stoffwechselvorgänge, die die Nervenzellen schädigen. Eine Heilung ist noch nicht möglich, der Verlauf der Krankheit kann durch eine rechtzeitige Therapie aber immerhin um einige Monate verzögert werden.

Eine weitere Form der Demenz wird durch Grundleiden wie Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Alkoholismus, Vitamin-B12-Mangel oder Infektionen wie Hirnhautentzündungen verursacht. Diese so genannte sekundäre Demenz kann durch eine gezielte Behandlung der Grunderkrankung entweder geheilt oder zumindest deutlich gebessert werden.

Auch für gefäßbedingte Demenzerkrankungen, die aufgrund von Durchblutungsstörungen im Gehirn entstehen, ist eine Behandlung aussichtsreich, wenn sie früh einsetzt. Bestehende Verluste an der Gedächtnisleistung können aber kaum rückgängig gemacht werden. Ein Fortschreiten der Demenz kann jedoch durch gezieltes Ausschalten der Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder unzureichend eingestellte Blutzuckerwerte bei Diabetes mellitus verlangsamt werden.
Berlin, (AFP) - hex/cha, 02/05



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